14 Dez 2020 (Aktualisiert am: 14 Jan 2021)

Als Peter Linke am Mittwoch, den 13. Dezember 2000 gemeinsam mit Georg Schmidt und Thomas Dorn in Nürnberg proMX gründete, verkündete Al Gore in Washington, dass George W. Bush die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen hätte, Lance Armstrong drohte wegen Dopingvorwürfen gegen ihn mit einem Boykott der Tour de France, Steve Balmer war CEO von Microsoft und der Club bereitete sich auf ein Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli vor, das er am nächsten Tag mit 1:0 verlieren würde. Viel hat sich in zwei Jahrzehnten getan, aber manche Dinge ändern sich nie.

Nun sind wir zwanzig. Und damit älter als Microsoft Dynamics 365, die Cloud und Greta Thunberg. Aber jünger als Wer wird Millionär, der Euro und Harry Potter.

Vom Systemhaus zum Dynamics-Partner

Falls Sie sich je gefragt haben, was der Name proMX eigentlich bedeuten soll, hier die Antwort: Alles begann mit professional Message Exchange. Anfang der 2000er-Jahre entwickelte die frischgegründete Firma Add-ons für den Microsoft Exchange Server, darunter Workflows für Raumreservierungen und Mitarbeiterbuchungen. proMX sah sich als Softwareentwickler für Individual-Anwendungen.

Das änderte sich im Jahr 2003, als Microsoft CRM, der Vorgänger von Dynamics CRM und Vor-Vorgänger von Dynamics 365, auf den Markt kam. proMX entschied sich, auf diese Neuerung zu setzen – nicht nur als Systemintegrator, sondern auch als Independent Software Vendor (ISV). Denn bereits ab Version 3.0 war für Dynamics Anything-Relationship-Management (xRM) möglich. Microsoft-Partner konnten also eigene Erweiterung für die Lösung entwickeln und vertreiben.

„Wir haben damals das gesamte Unternehmen praktisch von links auf rechts gekehrt“, erinnert sich Mitgründer und heutiger Vorstand Peter Linke. „Wir haben uns wegentwickelt von einer Firma, die sich um professional Message Exchange kümmert, hin zu einer, die sowohl CRM implementiert als auch eigene Produkte baut. Das hat die Firma komplett verändert.”

Das Hauptprodukt, die Projektmanagement-Erweiterung proRM Business Solutions, wurde Jahr für Jahr weiterentwickelt (heute vertreiben wir sie für Dynamics 365 unter dem Namen proRM Fast Start) und wurde 2011 von Microsoft als „CRM Solution of the Year“ ausgezeichnet.

Auf den Höhepunkt folgte die Disruption

Drei Jahre später stand auf Microsofts jährlich stattfindender weltweiten Partnerkonferenz dann auch proMX selbst ganz oben auf dem Treppchen: 2014 ernannte uns der Konzern zu seinem deutschen Partner des Jahres.

Aber schon kurz darauf folgte eine weniger erfreuliche Nachricht: Microsoft verrät uns im Vertrauen, dass sie an einer eigenen Projektmanagement-Lösung arbeiten. „Das war, wie den Teppich unter den Füßen weggezogen zu bekommen“, erinnert sich Peter Linke. Ein klassischer Fall von Disruption. Wir haben also selbst erlebt, wovor wir unsere Kunden heute beschützen möchten.

proMX entschied sich, Microsoft bei seinem Vorhaben, nämlich der Entwicklung von Dynamics 365 Project Service Automation (kurz: PSA, heute Dynamics 365 Project Operations) zu unterstützen. Mit unserer langjährigen Erfahrung mit Projektmanagement-Software standen wir unseren KollegInnen in Redmond beratend zur Seite und haben die neue App für sie auf Herz und Nieren getestet.

So haben wir nicht nur eine noch engere Beziehung zu Microsoft entwickelt, sondern sind schon vor dem Release von PSA zu einem Spezialisten für die App geworden. Gemeinsam haben wir einen der weltweit ersten Kunden für die Lösung gewonnen und diese in den darauffolgenden Jahren in mehreren Unternehmen implementiert. So wurden wir zu einem der führenden PSA-Experten weltweit – und konnten unsere eigene, angepasste Lösung weiter anbieten.

2020: Homeoffice nix Neues, sonst viel Neues

Blicken wir auf das Jahr 2020 zurück, dann können wir uns glücklich schätzen, dass die Pandemie uns nicht größer beeinträchtigt hat. Seit Ende Februar arbeitet unsere gesamte Belegschaft von zuhause. Für uns keine große Umstellung: Die Hälfte unserer MitarbeiterInnen tat das auch schon vor Corona und für die andere Hälfte war der Umzug in die eigenen vier Wände aufgrund des ohnehin vorhandenen modernen Arbeitsplatzes kein Problem.

proMX wächst also auch in der Pandemie massiv weiter – und das organisch. 2020 sind viele neue MitarbeiterInnen zu uns gestoßen, wir haben unsere erste Niederlassung in den USA gegründet, unsere Projektmanagement-Lösung für die Baubranche auf den Markt gebracht und arbeiten weiter an großen Kundenprojekten im In- und Ausland.

2021: Wann steigt die Party?

Zum eigentlichen Jubiläum konnten wir leider kein rauschendes Fest feiern, aber wir sind guter Dinge, dass wir dies Mitte 2021 nachholen können. Dann auf den beiden Dachterrassen unserer neuen Geschäftsstelle in Nürnberg. Peter Linke verspricht: „Das wird keine Veranstaltung mit hochgeschlossenen Anzügen, Dreireiher und Kostümchen. Das wird ‘ne Party!“

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