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Natasha Ivanova
30 Okt. 2026
Einblicke | 8 Min. Lesezeit

Inhalt

Highlights

  • Eine erfolgreiche KI-Transformation beginnt mit einer klar definierten geschäftlichen Herausforderung.
  • KI schafft einen größeren Mehrwert, wenn sie den Kontext zusammenführt, den Menschen für fundierte Entscheidungen benötigen.
  • Unternehmen sollten festlegen, wie die Verantwortung zwischen Menschen und KI aufgeteilt wird, wenn Agenten mehr Aufgaben übernehmen.
  • KI kann die Entscheidungsfindung in verschiedenen Unternehmensbereichen unterstützen.
  • Wirksame KI-Initiativen verknüpfen Technologie mit Geschäftsergebnissen.

Künstliche Intelligenz hat sich in kurzer Zeit von einer aufkommenden Technologie zu einer geschäftlichen Priorität entwickelt. Unternehmen experimentieren mit Copiloten, Agenten, verschiedenen Automatisierungsmöglichkeiten und immer leistungsfähigeren KI-Modellen. Es scheint, als müsse jedes Unternehmen inzwischen irgendeine Form von KI-Strategie entwickelt haben und als hätten Beschäftigte keine andere Wahl, als KI in ihrer täglichen Arbeit einzusetzen. 

Doch es gibt ein Problem damit, wie viele dieser Gespräche über KI beginnen. Die erste Frage lautet oft: Wo können wir KI einsetzen? Technologie nur um ihrer selbst willen einzusetzen, kann jedoch leicht zu isolierten Anwendungsfällen führen, die zeigen, was KI leisten kann, ohne die Arbeitsweise des Unternehmens zu verbessern. Ein sinnvollerer Ausgangspunkt wäre: Welche geschäftliche Herausforderung wollen wir lösen? 

In diesem Artikel erläutern wir, warum Unternehmen über die reine KI-Einführung hinausblicken und sich auf die Prozesse konzentrieren sollten, die KI verbessern kann. Außerdem zeigen wir, wie Lösungen wie proMX Companions diesen Ansatz in alltäglichen Geschäftsszenarien umsetzen können. 

Der Unterschied zwischen KI-Einführung und KI-Transformation 

Es spricht nichts dagegen, klein anzufangen. KI hier zum Zusammenfassen von Informationen, dort zum Erstellen von Inhalten, zum Durchsuchen von Dokumenten oder zum Automatisieren wiederkehrender Tätigkeiten einzusetzen, kann einiges an Zeit sparen. Doch einen bestehenden Prozess um KI zu ergänzen, macht ihn nicht automatisch besser. 

Wenn eine Führungskraft vor einer Entscheidung Informationen aus sechs verschiedenen Quellen zusammenführen muss, fügt eine siebte Zusammenfassung möglicherweise nur eine weitere Ebene hinzu. Wenn eine Freigabe regelmäßig eine Woche dauert, weil niemand über den nötigen Kontext verfügt, kann die Automatisierung eines Teils des Workflows zwar Abläufe beschleunigen, ohne jedoch die Entscheidung selbst zu verbessern. An diesem Punkt müssen Unternehmen über einzelne KI-Funktionen hinausblicken und die damit verbundenen Arbeitsabläufe betrachten. 

Manchmal liegt die größte Chance darin, neu zu überlegen, wie Informationen die Menschen erreichen und wie Probleme überhaupt erkannt werden. Darin liegt der Unterschied zwischen KI-Einführung und KI-Transformation. 

Bei der KI-Einführung lautet die Frage Bei der KI-Transformation lautet die Frage 
Kann KI diesen Bericht erstellen? Können wir das Risiko früher erkennen? 
Kann KI diese Daten zusammenfassen? Können wir den für eine Entscheidung nötigen Kontext zusammenführen? 
Kann KI diese Aufgabe automatisieren? Warum erfordert diese Aufgabe so viel menschliche Aufmerksamkeit? 
Wo können wir KI implementieren? Welches Geschäftsergebnis muss verbessert werden? 

Von fragmentierten Daten zum Entscheidungskontext 

Dieser Wandel ist besonders wichtig, weil sich die meisten geschäftlichen Probleme nicht eindeutig einem einzigen System zuordnen lassen. Ein Lieferproblem kann gleichzeitig Zeitpläne, Ressourcen, Umsätze und Kundenzusagen betreffen. Menschen werden dabei oft selbst zur Integrationsschicht: Sie müssen mehrere Anwendungen öffnen, fehlende Informationen bei Kolleginnen und Kollegen erfragen und die Hintergründe eines Problems manuell rekonstruieren. KI bietet die Möglichkeit, dieses Muster zu verändern. 

Hier wird auch Microsofts Konzept der Frontier Firm relevant. Microsoft beschreibt Frontier Firms als Unternehmen, die auf bedarfsgerecht verfügbarer Intelligenz und hybriden Teams aus Menschen und Agenten aufbauen. Der Work Trend Index 2025 skizzierte eine Entwicklung von KI als Assistent über Agenten als „digitale Kollegen“ im Team bis hin zu Workflows, die von Menschen geführt und von Agenten ausgeführt werden. 

Das Ausmaß dieses Wandels ist erheblich. In Microsofts Studie aus dem Jahr 2025 bezeichneten 82 % der Führungskräfte das Jahr als entscheidend, um zentrale Aspekte von Strategie und Betrieb neu zu überdenken. Gleichzeitig erwarteten 81 %, dass Agenten innerhalb der folgenden 12 bis 18 Monate in mittlerem bis großem Umfang in ihre KI-Strategie integriert sein würden. 

Microsofts neuere Work-Trend-Index-Forschung führt die Diskussion über Agenten, menschliche Handlungshoheit und die Frage fort, ob Unternehmen so aufgestellt sind, dass sie die Chancen nutzen können, wenn KI mehr Aufgaben übernimmt. Die zentrale Schlussfolgerung lautet: Jedes Unternehmen muss entscheiden, wie die Arbeit zwischen Menschen und KI aufgeteilt werden soll. 

Wie bereit ist Ihr Unternehmen für KI? Wenn Sie über Ihre nächste KI-Initiative nachdenken und verstehen möchten, wo Ihr Unternehmen derzeit steht, kann proMX Ihnen helfen, Ihre KI-Bereitschaft zu bewerten und praktische nächste Schritte festzulegen. 

Kontaktieren Sie proMX für eine kostenlose Beratung und erfahren Sie, wo KI einen echten Mehrwert für Ihr Unternehmen schaffen kann. 

Die praktische Seite der KI-Transformation 

Der Unterschied lässt sich gut anhand konkreter geschäftlicher Entscheidungen verstehen. 

  • Projektmanagement: Statt KI einen Projektplan zusammenfassen zu lassen, nutzen Sie KI, um Terminrisiken zu erkennen, Abhängigkeiten aufzuzeigen und hervorzuheben, wo ein Eingreifen die größte Wirkung erzielen könnte.
  • Portfoliomanagement: Statt eine weitere Portfolioübersicht zu erstellen, führen Sie Informationen über Initiativen, Abhängigkeiten, Ressourcen und finanzielle Auswirkungen zusammen, damit Führungskräfte Prioritäten bewerten und Zielkonflikte abwägen können.
  • Finanzen: Statt lediglich eine finanzielle Auffälligkeit zu markieren, verfolgen Sie das Problem bis zu den zugrunde liegenden Transaktionen zurück und geben Sie Finanzteams den Kontext, den sie für die Untersuchung benötigen.
  • Workforce-Management: Statt die Auslastung als KPI auszuweisen, untersuchen Sie, wie die Zeit tatsächlich genutzt wird und identifizieren operative Lücken oder Kapazitäten, die sich wieder nutzbar machen lassen.
  • Kampagnenmanagement: Statt ein Team nur darüber zu informieren, dass eine Störung aufgetreten ist, bewerten Sie deren Folgewirkungen auf Pläne, Budgets, Versorgung und Kapazitäten und stellen Sie mögliche Reaktionen zur Abwägung vor.

Solche Szenarien können mit proMX Companions betrachtet werden. Das aktuelle Portfolio umfasst Project, Portfolio, Finance, Workforce und Campaign Companions. Sie sind jeweils auf unterschiedliche geschäftliche Fragen und Entscheidungen ausgerichtet. KI wird wertvoller, wenn sie auf eine geschäftliche Entscheidung statt auf eine KI-Funktion ausgerichtet ist.

Fünf Fragen vor der KI-Implementierung 

Neben einem vielversprechenden Anwendungsfall brauchen Sie auch die richtigen Voraussetzungen, um KI verantwortungsvoll einzuführen und Experimente in wiederholbare Geschäftsprozesse zu überführen. 

Ein kurzer Check der KI-Bereitschaft kann fünf Bereiche abdecken: 

  1. Strategie: Gibt es einen klaren Grund für den Einsatz von KI, eine für die Initiative verantwortliche Person und ein Budget für Experimente?
  2. Daten und Sicherheit: Weiß das Team, welche Informationen in KI-Tools eingegeben werden dürfen und welche nicht? Gibt es Richtlinien und Prüfungen der Nutzung?
  3. Technologie: Nutzen Beschäftigte freigegebene Unternehmenskonten und Tools? Gibt es einen Prozess, um neue KI-Lösungen zu testen und ihre Genauigkeit und Risiken zu bewerten?
  4. Team und Kultur: Erhalten Beschäftigte Schulungen und interne Leitlinien zur zulässigen KI-Nutzung? Wird die Qualität KI-generierter Ergebnisse überprüft?
  5. Operative Integration: Sind KI-gestützte Prozesse klar definiert, durch eine KI-Richtlinie geregelt und werden sie regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft?

          Fazit

          KI bietet viele Möglichkeiten, Ihre Arbeit zu automatisieren. Den größten Mehrwert schafft sie, wenn ihre Fähigkeiten auf Herausforderungen angewendet werden, die für das Unternehmen wichtig sind, und der Prozess auf das gewünschte Ergebnis ausgerichtet wird. 

          Lösungen wie proMX Companions setzen diesen Ansatz im Projekt-, Portfolio-, Finanz-, Workforce- und Kampagnenmanagement in die Praxis um. Jeder Companion konzentriert sich auf spezifische geschäftliche Fragen und hilft dabei, verfügbare Daten in nützlichen Kontext für die Entscheidungsfindung zu verwandeln. 

          Erfahren Sie mehr über die proMX Companions! 

          FAQ

          1. Was ist KI-Transformation? 

          KI-Transformation bezeichnet den Einsatz von KI, um die Arbeitsweise im gesamten Unternehmen zu verbessern. Dazu können das Verknüpfen von Informationen, das Erkennen von Risiken, die Unterstützung von Entscheidungen und die Neugestaltung von Prozessen für bessere Geschäftsergebnisse gehören. 

          2. Warum sollten KI-Initiativen mit einer geschäftlichen Herausforderung beginnen? 

          Eine klar definierte geschäftliche Herausforderung gibt der KI-Initiative einen Zweck und schafft eine Grundlage für die Erfolgsmessung. Sie hilft Unternehmen außerdem dabei, zu bestimmen, was genau für den Prozess relevant wäre. 

          3. Was ist der Unterschied zwischen KI-Einführung und KI-Transformation? 

          Bei der KI-Einführung wird KI typischerweise für einzelne Aufgaben eingesetzt. Die KI-Transformation betrachtet den übergeordneten Prozess: wie Informationen fließen, wie Probleme erkannt und wie Entscheidungen getroffen werden. 

          4. Welche Rolle sollten Menschen in KI-gestützten Prozessen übernehmen? 

          KI kann Signale überwachen, Informationen verknüpfen, Ursachen untersuchen und Empfehlungen vorbereiten. Menschen können Zielkonflikte abwägen, zusätzlichen Kontext einbringen und die Verantwortung für folgenreiche Entscheidungen und Handlungen behalten. 

          5. Wie können Unternehmen den Erfolg der KI-Transformation messen? 

          Der Erfolg sollte am ursprünglichen Geschäftsziel gemessen werden. Geeignete Kennzahlen könnten eine schnellere Entscheidungsfindung, eine frühere Risikoerkennung, ein geringerer Untersuchungsaufwand, eine verbesserte Auslastung oder ein anderer KPI sein, der direkt mit dem jeweiligen Problem zusammenhängt.