16 Jan 2019

Vor etwa vier Jahren begann Microsoft mit der Entwicklung einer umfangreichen Projektmanagement-Lösung, die später auf den Namen Dynamics 365 for Project Service Automation (oder kurz: PSA) getauft werden sollte. Früh war proMX in diesen Prozess involviert: Wir testeten die Lösung und lieferten Feedback an die Entwickler-Kollegen in Redmond. Diese enge Zusammenarbeit setzt sich bis heute fort.

Seit Ende 2016 ist die Software als Teil von Microsoft Dynamics 365 (MD 365), einer Reihe von Geschäfts-Apps, erhältlich und kann separat oder in Kombination mit weiteren MD-365-Modulen eingesetzt werden.

Wenn Sie PSA bereits verwenden oder über eine Einführung nachdenken, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass es in letzter Zeit nicht viele Neuigkeiten gab und die Frequenz der Software-Updates seit dem ersten Release variiert hat.

Jedoch passieren zurzeit spannende Dinge in der PSA-Welt, von denen Sie vielleicht noch nicht gehört haben.

Microsofts Projektmanagement-Portfolio

Bevor wir die Katze aus dem Sack lassen, lassen Sie uns zunächst einen Blick auf das Projektmanagement-Portfolio von Microsoft werfen, um zu verstehen, wo PSA darin zu verordnen ist und welche anderen Tools es gibt.

  • Microsoft Planner: Das grundlegendste Tool in Microsofts Projektmanagement-Arsenal hilft bei der Organisation von Teamarbeit: dem Erstellen von Plänen und Aufgaben, der Zuordnung von Aufgaben, dem Teilen von Dateien, der Fortschrittsverfolgung und der internen Kommunikation.
  • Microsoft Project: Project ist eines der Aushängeschilder Microsofts und zählt zu den erfolgreichsten Produkten des Konzerns. Es ist seit 1984 auf dem Markt und Teil der Office-Familie. Die dezidierte Projektmanagement-Lösung deckt Projekt-, Ressourcen- und Portfolio-Management ab. Wenige ProjektmanagerInnen würden auf sie verzichten wollen.
  • Microsoft Dynamics 365 for Project Service Automation: PSA ist eine Komplettlösung für projektbasierte Unternehmen oder Abteilungen und die vielen verschiedenen Akteuren in ihnen. Neben Planungsfunktionen werden auch wirtschaftliche Aspekte von Projekten berücksichtigt. Die App lässt sich nahtlos mit allen anderen Dynamics-365-Modulen, wie etwa Sales oder Field Service, verwenden und ermöglicht so eine lückenlose Abbildung aller Geschäftsprozesse in einer Software.
  • Microsoft Dynamics 365 for Finance and Operations: Finance and Operations ist das ERP-Modul von Dynamics 365. Es betrachtet Projekte gewissermaßen aus der Vogelperspektive hinsichtlich Governance, Risiko und Compliance.

Project Service Automation: Was bringt die Zukunft?

In einer exklusiven Video-Botschaft für den Vortrag proMX auf der deutschen Microsoft-Partnerkonferenz #DPK18, bestätigte Elliott Ichimura, der von Beginn an für die Produktstrategie und Roadmap von PSA verantwortlich ist, das Microsofts „Commitment nicht nachgelassen hat” und dass das „Investment in die Entwicklung andauert.”

Schließlich ist PSA noch immer ein junges Produkt. Die aktuelle Version ist erst die dritte seit der Markteinführung. Die Release-Notes für das Frühlings-Update 2019 werden am 21. Januar veröffentlicht. Neue Funktionen werden entsprechend zwischen Frühling und Sommer verfügbar sein.

Die wichtigsten Neuigkeiten hinsichtlich Dynamics 365 for Project Service Automation wurden jedoch bereits im September letzten Jahres auf der Ignite, Microsofts jährlich stattfindender Konferenz für Entwickler und IT-Profis, bekannt gegeben.

Die Vereinigung von PSA und Project

Laut Ichimura hat Microsoft das Feedback von Partnern und Kunden zu Dynamics 365 for Project Service Automation beherzigt. Neben großem Enthusiasmus für die App gab es jedoch einen häufig geäußerten Wunsch: PSA solle mehr wie Microsoft Project funktionieren. Schließlich ist letztere eine bewährte Lösung in vielen Organisationen.

Das Produktteam beschloss, die Produkte zusammenzuführen, um Kunden die beste Funktionalität beider Lösungen bieten und noch mehr Anwendungsfälle für PSA ermöglichen zu können.

Dafür arbeitete es enger als je zuvor mit den Kollegen, die für Microsoft Office 365 zuständig sind, zusammen. Gemeinsam verbrachten sie den Großteil des letzten Jahres damit, das technische Fundament für die Verknüpfung beider Lösungen zu legen.

Das Ergebnis: Die nächste cloudbasierte Version von Microsoft Project wird auf dem Common Data Service for Apps bereitgestellt. Das vereinfacht die Integration mit anderen Tools und Systemen, die auf dieser Plattform laufen.

Für Endnutzer bedeutet das:

  • alle Projektdaten (aus Project), Finanz- (aus PSA) und langfristig ERP-Aspekte (aus Dynamics 365 for Finance and Operations) werden auf der selben Plattform verfügbar sein
  • diese Daten können genutzt werden, um Tools zu bauen (etwa mit Microsoft Flow oder PowerApps), die bei der Projektdurchführung von Nutzen sind
  • PSA-Benutzer werden von der umfangreichen Planungs- und Controlling-Oberfläche von Project profitieren
  • Add-ons für die Integration von Project in PSA oder Dynamics 365 for Finance and Operations sind hinfällig

Die Umsetzung ist für die erste Jahreshälfte 2019 geplant.

proMX: Führender PSA-Partner

Als einer der erfahrensten PSA-Partner weltweit begrüßt proMX diese Entwicklung. PSA-Experte Sebastian Sieber sagt dazu:

“PSA und Project enger zu verknüpfen ist genau der richtige Schritt, um die App für Endnutzer noch wertvoller und für eine größere Zahl von Organisationen attraktiv zu machen. Es ist beachtlich, wie weit die Lösung sich entwickelt hat, seit wir zum ersten Mal einen Blick darauf werfen konnten und um unser Feedback gebeten wurden!”

Falls Sie mehr über diese Entwicklungen erfahren möchten, kontaktieren Sie uns jederzeit. Unsere Experten vereinbaren einen Telefontermin mit Ihnen, in dem Sie Ihre Fragen beantworten.

Möchten Sie Dynamics 365 for Project Service Automation kennenlernen? Dann melden Sie sich doch für ein kostenloses Webinar an.

Wir laden alle Microsoft Dynamics 365 Partner, die ihre PSA-Kompetenz auf- oder ausbauen ein, unserer Project Service Alliance beizutreten.

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