Was die digitale Transformation für Unternehmen bedeutet
Peter Linke | Aktualisiert am: 8 Dez 2021
Einblicke | 5 Min. Lesezeit

Inhalt

Die Art und Weise, wie wir einkaufen, Filme und Serien schauen oder Termine vereinbaren, aber auch die Arbeit in Unternehmen – das alles sind Praxisbeispiele für die Digitalisierung. Kollaborationstools und Videokonferenzen gehören zum Alltag, neue digitale Geschäftsmodelle entstehen und Unternehmen wagen sich an Technologien wie künstliche Intelligenz, IoT oder Tools für die Datenanalyse.

Kurzum: Die Digitalisierung ist gekommen, um zu bleiben. Der Digitalisierungsschub in der Wirtschaft wird die Corona-Pandemie überdauern, die große Mehrheit möchte ihre Digitalisierungsprojekte im Unternehmen fortsetzen.

Die Digitalisierung bringt die digitale Transformation mit sich, und digitale Transformation bedeutet Veränderungen und neue Chancen für Unternehmen.

Die Einführung neuer Technologien bricht traditionelle Arbeitsstrukturen auf und zwingt Unternehmen zum Umdenken. Die Auswirkungen auf die Unternehmenskultur sind riesig. Das macht die digitale Transformation zu einem vielschichten Prozess.

Was bedeutet digitale Transformation?

Der Kürze halber oder des Unwissens wegen werden die Begriffe „Digitalisierung“ und „digitale Transformation“ oft analog, also gleichbedeutend, verwendet. Für den Fall, dass Sie es nicht schon besser wissen:

Digitalisierung vs. digitale Transformation: Was ist der Unterschied?

Digitalisierung

Digitalisierung bedeutet die Einführung digitaler Technologien und deren Integration in bestehende Geschäftsprozesse. Sie umfasst auch die Umwandlung von Informationen und Dokumenten in digitale Formate, z. B. die Umstellung von Papierakten auf digitale Akten in einer Kanzlei.

Digitale Transformation

Die digitale Transformation ist eine Reaktion auf Veränderungen durch die Digitalisierung. Mit intelligenten Technologien werden Prozesse unternehmensweit optimiert, die Wertschöpfungskette verbessert und veraltete Strukturen zwingend aufgebrochen.

Vorteile der digitalen Transformation

Vorteile digitale Transformation

Bonus: Nachhaltig handeln

Microsoft möchte bis 2030 CO2 negativ werden. VAUDE setzt auf nachhaltige Materialien bei der Herstellung von Sportartikeln und eine faire Produktion. Immer mehr Unternehmen setzen sich Nachhaltigkeitsziele im Sinne der Verantwortung für Mensch, Tier und Natur.

Mithilfe von intelligenten Technologien lassen sich globale Prozesse erfassen, analysieren und bewerten. Konkret heißt das: Mit modernen Geschäftsanwendungen können Unternehmen die Nachhaltigkeit von Lieferketten optimieren (z. B. die Beschaffung von Rohstoffen oder den Versand von Ware) und nachhaltiger handeln.

Die wichtigsten Technologien für die digitale Transformation

Wir wissen bereits: Digitalisierung ≠ digitale Transformation. Trotzdem ist die Digitalisierung selbstverständlich ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation und fest verwurzelt in der Einführung moderner Technologien:

Intelligente Geschäftsanwendungen

Intelligente, produktive und insbesondere maßgeschneiderte Geschäftsanwendungen sind ausschlaggebend für die digitale Transformation. Mit einem ERP-System, das in der Cloud liegt, können Sie alle Kernprozesse Ihres Unternehmens in einem System integrieren, verwalten und analysieren.

Datenanalyse-Tools

Ein Unternehmen, das keine Daten generiert, gibt es nicht, denn sie schaffen einen wichtigen Mehrwert. Doch sie müssen in lesbare Berichte umgewandelt werden, um Erkenntnisse aus ihnen ziehen und entsprechend handeln oder reagieren zu können. Solche Analysen liefern intelligente Datenanalysetools.

Die Cloud

Die wachsende Menge an Daten, die sich in Unternehmen anhäufen, müssen auch verwaltet werden. Dafür braucht es entsprechend Speicherkapazitäten und Rechenleistung. Die Cloud liefert beides.

Weitere Technologien:

  • Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen
  • Internet der Dinge (IoT)

Die digitale Zusammenarbeit im Team

Durch die digitale Transformation werden Teams zunehmend dezentraler. Sie sind an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt verteilt und erledigen ihre Arbeit aus dem Homeoffice, im Büro oder von unterwegs aus. Das verändert die Art und Weise, wie neue Kolleg*innen ins Unternehmen aufgenommen und integriert werden sowie die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der verschiedenen Teams im Arbeitsalltag.

Dass einige Mitarbeiter*innen dabei mehr Unterstützung als andere benötigen, ist normal und menschlich, zumal Homeoffice und mobile Arbeit krisenbedingt sehr schnell und plötzlich zur Realität wurden.

Im Rahmen der digitalen Transformation spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

Change-Management

Begleitendes Change-Management bei der digitalen Transformation baut Ängste ab und sorgt für Akzeptanz der neu eingeführten Technologien und Arbeitsweisen. Dabei gilt: So wenig „Top-down“ wie nötig und so viel „Bottom-up“ wie möglich, sprich: Vorschläge müssen sowohl von der Geschäftsleitung als auch von Mitarbeiter*innen kommen.

Kollaborationstools

Kollaborationstools, also Anwendungen für die digitale Zusammenarbeit, wie Microsoft Teams, Slack oder das auf Videokonferenzen ausgelegte Zoom sind in immer mehr Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Sie machen die Zusammenarbeit effizienter und organisierter, ermöglichen die zeitlich gemeinsame Arbeit an Dokumenten, die zentrale und transparente Sammlung von Informationen u. v. m.

In 3 Schritten zur Transformationsstrategie

Schritt 1: Prozesse digitalisieren

Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation ist die Digitalisierung bestehender Geschäftsprozesse. Zum einen müssen Dokumente aus Papier in digitale Daten umgewandelt werden. Zum anderen gilt es, Prozesse zu optimieren. Das kann, je nach Unternehmen und Branche, z. B. die Einbindung von Maschinen in ein IoT-Netzwerk umfassen.

Schritt 2: Technologien einbinden

Mit der reinen Implementierung neuer Technologien ist es nicht getan. Den Mitarbeiter*innen in Unternehmen muss klar sein, welche Ziele hinter künstlicher Intelligenz und Co. stecken, wie sie diese Technologien optimal nutzen und wie sie sie sinnvoll in ihre tägliche Arbeit integrieren können. Dafür sind Schulungsmaßnahmen notwendig.

Schritt 3: Kulturellen Wandel bewältigen

Ob Führungskraft, Fachkraft oder Mitarbeitende – es gibt Prozesse, mit denen wir alle bereits jahre- oder sogar jahrzehntelang vertraut sind. Doch plötzlich sollen wir umdenken? Solche Veränderungen können Gefühle von Angst und Widerstand in uns auslösen. Wer an der digitalen Transformation eines Unternehmens beteiligt ist, muss solche kulturellen Herausforderungen meistern und den Nutzen von Veränderungen vermitteln können.

Vor allem Führungs- und Fachkräfte müssen hinter dem digitalen Wandel stehen und ihre Führungs- und Empathiekompetenzen bei Bedarf in Schulungsmaßnahmen erweitern.


Die digitale Transformation ist ein Thema, das früher oder später alle Unternehmen betreffen wird, ob klein, mittelständisch oder groß. Gerne gehen wir die ersten Schritte mit Ihnen – lassen Sie uns über Ihr Transformationsprojekt sprechen!

Answering